Babyschlaf · Für müde Mamas
Dein Kleinkind kommt nachts ins Elternbett, das musst du wissen
Kein Trotz, keine Manipulation, sondern ein uralter Instinkt.
Mitten in der Nacht ein leises Tapsen, dann steht dein Kleinkind neben eurem Bett und möchte rein. Vielleicht fragst du dich, ob du zu nachgiebig bist, ob du dein Kind daran gewöhnst, ob das überhaupt "normal" ist. Ich möchte dir sagen, warum das keine Frage von richtig oder falsch ist, und warum es völlig in Ordnung ist, wenn du diese Nähe sogar magst.
Warum dein Kind instinktiv zu dir kommt
Wenn ein Kleinkind nachts allein aufwacht und in der Dunkelheit merkt, dass es allein ist, schlägt in seinem Inneren buchstäblich Alarm. Das ist kein Trotz, keine Manipulation, sondern ein uralter Überlebensinstinkt, der viel älter ist als das Konzept eines eigenen Kinderbetts. Historisch gesehen bedeutete Alleinsein in der Dunkelheit für ein kleines Kind echte Gefahr, und dieser Instinkt ist tief in seiner Biologie verankert, egal wie sicher unsere moderne Welt tatsächlich ist.
Aus bindungstheoretischer Sicht ist es sogar völlig falsch zu erwarten, dass Kleinkinder allein im eigenen Bett durchschlafen sollten. Nur in sehr wenigen Kulturen weltweit, und das erst seit vergleichsweise kurzer Zeit, ist getrenntes Schlafen überhaupt üblich.
✦ Kostenloser Guide
Übermüdung verstärkt das Bedürfnis nach Nähe
Im kostenlosen Wachphasen Guide findest du die Wachphasen-Tabelle von 4 bis 30 Monate, um Übermüdung als zusätzlichen Faktor zu reduzieren. Für 0 €, sofort im Postfach.
Es gibt kein festes Alter, ab dem das aufhören muss
Manche Kinder kommen bis ins Schulalter hinein noch gelegentlich ans Elternbett, wenn sie aufwachen, schlecht geträumt haben oder einfach Nähe brauchen. Einen wissenschaftlichen Richtwert, ab wann das nicht mehr sein sollte, gibt es schlicht nicht. Ob du diese Nähe magst oder eher nicht, ist eine persönliche Entscheidung, kein Zeichen von richtig oder falsch.
Besonders häufig verstärkt sich dieses Bedürfnis, wenn dein Kind krank ist, sich unwohl fühlt oder gerade eine emotional herausfordernde Zeit durchlebt. Bei meiner zweiten Tochter war es genau so, sie kam schon immer besonders oft zu uns ins Bett, und ich mochte diese Nähe wirklich sehr, ganz besonders in den Nächten, in denen sie krank war und mich brauchte. Diese Momente waren nie eine Last für mich, sondern echte Verbundenheit.
Wenn du dir trotzdem mehr eigenen Raum wünschst
Es ist genauso in Ordnung, wenn du dir irgendwann mehr Platz im eigenen Bett wünschst, das ist kein Widerspruch zu liebevoller Bindung. Ein großes, gemeinsames Schlaflager, bei dem eine Zusatzmatratze neben eurem Bett bereitsteht, kann eine gute Zwischenlösung sein. So bleibt die Nähe erhalten, ohne dass ständige nächtliche Umzüge nötig sind, die euren eigenen Schlaf zusätzlich stören.
💜 Fazit
Dein Kleinkind, das nachts ins Elternbett kommt, folgt einem uralten Instinkt, kein Fehlverhalten, das korrigiert werden muss.
Ob und wie lange du diese Nähe zulässt, entscheidest ganz allein du, ohne Richtwert und ohne schlechtes Gewissen.
Was dir jetzt wirklich weiterhilft
Ich habe diese Nähe mit meiner zweiten Tochter immer sehr genossen, gerade in Nächten, in denen sie sich unwohl fühlte. Gleichzeitig weiß ich aus vielen Beratungen, wie sehr sich Mamas manchmal schuldig fühlen, wenn sie diese Nähe zulassen, obwohl sie sich eigentlich richtig anfühlt.
Ob dein Kind nachts zu dir kommt oder nicht, achte trotzdem auf einen guten Tagesrhythmus, das reduziert Übermüdung als zusätzlichen Faktor. Genau das zeige ich dir im Wachphasen Kompass.
Zum Wachphasen Kompass →



0 Kommentare